Betrug raecht sich

Blutige Randale bei einem Streik in Athen,

im Dezember 2010

Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizei in Barzelona im September.

Die Gewalt auf den Straßen in Europa nimmt zu.

Wenn die Wirtschaft auf Talfahrt,

wenn die Menschen Angst um ihre Existenz haben,

dann steigen sie auf die Barrikaden.

Eine Ursache der schlechten Wirtschaftslage in einigen EU-Ländern ist auch,

dass Leitende Persönlichkeiten in Regierungen ,

die über Jahre hinweg eine verantwortungslose Politik praktiziert

und sich nicht an internationale Vereinbarungen wie den Maastricht Vertrag gehalten haben.

Das ist Betrug an der Bevölkerung.

Betrug rächt sich.

Unruhen und Gewalt machen das deutlich.

Wer betrügt findet kein erfülltes Leben.

Das betont der Psalm 24.

Wer betrügt, kann keinen Segen empfangen.

Nur wer reine Hände hat und wer nicht betrügt,

der wird Heil von Gott empfangen,

so wird im Psalm 24 gesungen.

Das wahre Glück kommt von Gott,

vom Segen Gottes,

so ist die Bibel überzeugt.

Wer betrügt, der verschließt sich für diesen Segen,

für das Glück.

Betrügen, ungerecht leben nennt die Bibel Sünde.

Das heißt der Mensch sondert sich ab,

vom Guten, vom ehrlichen Leben,

er sondert sich ab von der Liebe,

von Gott, der die Liebe ist.

Die jüdischen Propheten verkündeten wiederholt:

Gott selbst wird eingreifen,

er wird mit den Menschen sein,

und sie aus diesem Schlamassel der Sünde herausholen.

Er wird sein Volk von den Sünden erlösen.

Das sagt der Engel zu Josef in einem Traum.

Der Engel meint damit das Kind im Schoß Marias.

Jesus erlöst, befreit den Menschen,

der in der Sünde steckt.

Jesus schenkt dem Menschen die Erfahrung:

Gott vergibt mir meine Sünden,

wenn ich diese bereue.

Gottes Kraft hilft mir,

mich frei zu strampeln,

von der Macht des Bösen,

der Sünde, die auch in mir ist.

Die Vergebung und die Befreiung von der Sünde gibt Jesus auf verschiedenen Wegen:

durch Taufe, wenn wir beichten, die Hl Eucharistie feiern,

wenn wir die Botschaft der Bibel betrachten, wenn wir Gutes tun, wenn wir Gott und Menschen um Verzeihung bitten.

Franz von Assisi hat das Sakrament der Beichte geschätzt als Ort, an dem Jesus von Sünden befreit.

Er schreibt einmal in einem Brief an alle Glaubenden:

Wir müssen ja alle unsere Sünden

dem Priester beichten. (vgl. 2 Gl 22)

Franziskus erlebt:

In der Beichte finde ich Erlösung von der Sünde.

Beichten heißt:

persönlich, absolut geheim vor einem Priester die eigenen Sünden aussprechen.

Vom Priester die Vergebung der Sünden auf den Kopf zugesagt bekommen.

Wer mit ehrlicher Absicht,

die Beichte empfängt,

der wird dadurch innere Befreiung und Stärkung finden.

Bitten wir Jesus,

dass wir gerade in diesen Tagen bereit werden,

ihn aufzunehmen.

Denn bei ihm finden Segen und Heil,

Befreiung von der Sünde.

Denn der Engel hat Josef verkündet:

Ihm sollst du den Namen Jesus geben;

denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.

Bibelstellen: Lesung: Jes 7,10-14, Ps 24, 1-6; Mt 1,18-24

Andere Literatur: 2. Brief an die Gläubigen der Hl. Franziskus von Assisi (= 2 Gl), hier: 2 Gl 22,  in: Dieter Berg, Leonhard Lehmann (Hg.), Franziskusquellen, Die Schriften des heiligen Franziskus, Lebensbeschreibungen, Chroniken und Zeugnisse über ihn und seine Orden, Kevelaer 2009