Gentleman Psy

„I’m a mother father gentleman” singt Psy in seinem neuen Video „Gentleman“, mit dem er schon wieder Rekordzahlen auf YouTube erreicht.

Ich habe mir das Video angeschaut. Mir ist aufgefallen, dass fast in jeder zweiten Szene irgendein Hinweis auf Sex vorkommt. „Gefällt mir nicht“ habe ich bei diesem Video angeklickt. Es geht mir zu sehr unter die Gürtellinie und ist für mich geschmacklos. Video, Audio , Audio (mehr), 

Ich frage mich: Hat Psy nichts anderes im Kopf als Sex? Oder tut er nur so, damit er mit dem Video Quote macht. Das Video spiegelt meine Erachtens eine Gesellschaft, die von der Pornoindustrie stark beeinfluss ist,  eine Menschheit in der zu viele an Sexsucht erkrankt sind. Wer diese Sucht hat, ist erfahrungsgemäß innerlich gefesselt und sehr leicht manipulierbar.

Ich wünsche mir eine gesündere Gesellschaft in der immer mehr Menschen, nicht Spielball ihrer Triebe sind, sondern ihre Begierden in der Hand haben. Ich weiß solche Personen sind freier und glücklicher. Dazu brauch es allerdings eine immense Heilungsenergie. Deshalb bitte ich Gott hier was zu machen, ich bitte Jesus ähnlich, wie zu seiner Zeit ein römischer Hauptmann sich an ihn gewendet hat mit den Worten: „Jesus, sprich nur ein Wort und wir alle werden gesund“. (vgl. Lk 7,7).

Mehr dazu finden sie weiter unten.

C 9. Sonntag im Jahreskreis, Homilie, Br. René Dorer

Bibelstellen: Lesungen: 1 Kön 8, 41-43; Ps 117 (116), 1-2; Gal 1, 1-2.6-10; Lk 7, 1-10 (Einheitsübersetzung der Hl. Schrift, Katholisches Bibelwerk, Stuttgart)

weitere Literatur:

Thomas von Celano, Chorlegende zum Leben des hl. Franziskus (=4 C d), hier: 4C, 10,4-5, in: Dieter Berg, Leonhard Lehmann (Hg.), Franziskusquellen, Die Schriften des heiligen Franziskus, Lebensbeschreibungen, Chroniken und Zeugnisse über ihn und seine Orden, Kevelaer 2009, 492.

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Mehr dazu: Audio (mehr), 

„I’m a mother father gentleman” singt Psy in seinem neuen Video „Gentleman“, mit dem er schon wieder Rekordzahlen auf YouTube erreicht.

Ich habe mir das Video angeschaut. Mir ist aufgefallen, dass fast in jeder zweiten Szene irgendein Hinweis auf Sex vorkommt. „Gefällt mir nicht“ habe ich bei diesem Video angeklickt. Es geht mir zu sehr unter die Gürtellinie und ist für mich geschmacklos.

Ich frage mich: Hat Psy nichts anderes im Kopf als Sex? Oder tut er nur so, damit er mit dem Video Quote macht. Das Video spiegelt meine Erachtens eine Gesellschaft, die von der Pornoindustrie stark beeinfluss ist,  eine Menschheit in der zu viele an Sexsucht erkrankt sind. Wer diese Sucht hat, ist erfahrungsgemäß innerlich gefesselt und sehr leicht manipulierbar.

Ich wünsche mir eine gesündere Gesellschaft in der immer mehr Menschen, nicht Spielball ihrer Triebe sind, sondern ihre Begierden in der Hand haben. Ich weiß solche Personen sind freier und glücklicher. Dazu brauch es allerdings eine immense Heilungsenergie. Ich glaube, dass es diese Kraft gibt.

Mir fällt dazu der Psalm 117 ein.In diesem Lied haben Gläubige gesungen: „Mächtig waltet über uns die Huld des Herrn“(vgl. Ps 117,2). Damit wird für mich klar, dass Menschen schon lange vor mir vertraut haben, dass Gott „Huld“, das heißt „Liebe“ ist. Und dass er in seiner Liebe nicht schwach ist, sondern walten und gestalten kann.

Doch das scheint nicht automatisch zu gehen. Das sehe ich bei König Salomo. Er bittet Gott. Der Mensch muss sich wohl innerlich öffnen, um das Wirken Gottes in sich aufzunehmen. Das tut der Mensch, wenn er betet. Salomo bittet nicht nur für sich, er bitte auch für die Menschen, die aus anderen Völkern kommen. Sein Anliegen ist es, dass Gott wirklich eingreift, wenn der Mensch zu ihm betet. Es geht ihm dabei besonders um alle, die bei Tempel von Jerusalem beten. „Auch Fremde werden kommen und in diesem Haus beten. Höre sie dann im Himmel, dem Ort, wo du wohnst, und tu alles, weswegen der Fremde zu dir ruft“ (vgl. Kön 8,42-43), betet Salomo.

Ich bin überzeugt, dass Gott dieses Gebet des Salomo gehört hat. Das zeigt sich mir, wenn einige Jahrhunderte nach Salomo Jesus Wunder tut. Für mich ist Jesus der neue Tempel von Jerusalem. Er bezeichnet einmal seinen Leib als „Tempel“ (vgl. Joh 2,19-21). Wer zum Tempel Jesus kommt und dort bittet, der wird erhört, davon bin überzeugt.

Ich denke da an einen römische Hauptmann in Kafarnaum zur Zeit Jesu. Sein Diener ist todkrank. Der Römer schickt Leute zu Jesus und lässt ihm seine Bitte ausrichten: „Herr, ich bin es nicht wert, dass du mein Haus betrittst. Sprich nur ein Wort, dann muss mein Diener gesund werden“ (vgl. Lk 7,6-7). Sein Diener wird tatsächlich gesund. Mich beeindruck einerseits das Vertrauen, das der Römer in Jesus setzt. Andererseits wird für mich hier deutlich, dass Jesus auf Bitten so antwortet, dass er Veränderungen bewirkt, die aus menschlicher Sicht unmöglich sind. Er heilt spontan einen Todkranken. Das bestätigt meinen Glauben, dass Gott mit seiner Liebe mächtig in unsere Welt hereinwirken kann, und dass er es durch Jesus tut.

Deshalb will auch ich mich mit Vertrauen an Jesus wenden. Ich will Großes von ihm erwarten. Denn ich vertraue, dass er unvorstellbare Veränderung in meinem und in unserem Leben bewirken kann. Ich hoffe, dass er auch besonders zu unserer seelischen und psychischen Gesundheit beitragen kann. Deshalb will ich Jesus immer wieder um Heilung meiner Seele bitten und um Genesung unserer Gesellschaft, vor allem auch dort wo Menschen unter Sexsucht erkrankt sind. Ich glaube, diese Bitten um Heilung erhört Jesus. Doch die Heilung kommt zu dem Zeitpunkt, den er bestimmt. Manchmal geschieht sie gleich, ein anderes Mal müssen Menschen bis zum Tod warten auf die Heilung, die dann im jenseitigen Leben geschenkt wird.

Ich denke da auch an den Heiligen Franziskus von Assisi. Er hat vertraut, dass Gott mit seine Liebe machtvoll und heilsam hereinwirkt in unser Leben, gerade dann, wenn wir auf Jesus vertrauen. Deshalb hat der Heilige Franziskus durch sein Gebet auch viele Kranke geheilt. In einer Biographie schreibt Thomas von Celano über Franziskus: „Einige vom bösen Geist geplagte Frauen rief er wieder zu Sinnen und gab ihnen die Gesundheit zurück. Viele Krankheiten wurden durch Berühren seines Strickes geheilt (4C, 10,4-5).

Auch ich möchte mit Gottes machtvollen Wirken rechnen. Deshalb bitte ich voll Vertrauen Jesus um die Heilung für unsere Gesellschaft. Ich bitte mit ähnlichen Worten, die der römische Hauptmann an ihn richten ließ: „Herr sprich nur ein Wort und wir werden gesund“ (vgl. Lk 7,7).