Mein ganzes Leben

„Mein ganzes Leben, es ist alles weg“,

weint eine junge Frau vor ihrem zerstörten Haus (ORF, Zeit im Bild, 24. Mai 2011, 13h).

Sie ist Opfer eines Tornados,

der in den vergangenen Tagen über das kleine Städchen Joplin in Missouri hinweggefegt ist.

Wie schrecklich muss es sein,

wenn du mit anschauen musst,

wie von einer Minute zur anderen,

dein Haus, mit allen deinen Gegenständen in Trümmern liegt.

Wir brauchen zum Leben eine gewisse Grundausstattung:

diese reicht vom Dach über dem Kopf bis zum Fernseher.

Doch zum Glücklich-Sein brauchen wir mehr:

wir brauchen Menschen, die uns vertraut sind:

eine Familie, eine Gemeinschaft, eine Partnerschaft.

Viele spüren,

für mich ist Leben erst dann ganzes Leben,

wenn ich Kontakt habe mit dem Urgrund des Lebens,

mit Gott.

Dieses Leben im Kontakt mit Gott nennt Jesus „ewiges Leben“.

Jesus betet:

Denn du Vater

hast dem Sohn die Macht über alle Menschen gegeben,

damit er allen,

die du ihm gegeben hast,

ewiges Leben schenkt (vgl. Joh 17,2).

Mit anderen Worte:

Jesus hat Macht,

dem Menschen das ganze, das wahre Leben zu geben,

das ewige Leben,

Leben mit Gott.

Leben in Gemeinschaft mit Gott

ist mehr als bloß sich auf Gegenstände und Menschen verlassen.

Diese Leben mit Gott,

kann dem Menschen niemand nehmen,

auch kein Tornado.

Bitten wir Jesus,

dass er uns das wirkliche ganze Leben schenkt,

leben mit Gott,

ganzes Leben,

ewiges Leben.

Bibelstellen: Apg 1, 12-14; Ps 27 (26), 1.4.7-8 ; 1 Petr 4, 13-16 ; Joh 17, 1-11a

Andere Literatur:

Thomas von Celano, Leben der Heiligen Klara von Assisi, (=LebKl), hier:  LebKl 19,  Grau Engelbert (Hg.), Leben und Schriften der Heiligen Klara, Dietrich-Coelde-Verlag  71997, 141.

Mehr:

„Mein ganzes Leben, es ist alles weg“,

weint eine junge Frau vor ihrem zerstörten Haus (ORF, Zeit im Bild, 24. Mai 2011, 13h).

Sie ist Opfer eines Tornados,

der in den vergangenen Tagen über das kleine Städchen Joplin in Missouri hinweggefegt ist.

„Mein ganzes Leben, es ist alles weg“,

klagt sie.

Wie schrecklich muss es sein,

wenn du mit anschauen musst,

wie von einer Minute zur anderen,

dein Haus, mit allen deinen Gegenständen in Trümmern liegt.

Das muss sich so anfühlen,

als ob alles aus wäre, dein ganzes Leben ausgelöscht wäre.

Wir brauchen zum Leben eine gewisse Grundausstattung:

diese reicht vom Dach über dem Kopf bis zum Fernseher.

Das gehört zum heutigen Lebensstandard.

Doch zum Glücklich-Sein brauchen wir mehr:

wir brauchen Menschen, die uns vertraut sind:

eine Familie, eine Gemeinschaft, eine Partnerschaft.

Wenn wir einen von diesen Menschen verlieren,

tut uns das viel mehr weh,

als wenn wir Haus und Gegenstände los werden.

Eine materielle Grundabsicherung,

vertraute Menschen,

das ist für viele noch nicht genug.

Sie spüren,

für mich ist Leben erst dann ganzes Leben,

wenn ich Kontakt habe mit dem,

von dem mein Leben kommt,

mit dem Urgrund des Lebens,

mit Gott.

Die Ursehnsucht nach einer Beziehung mit Gott

besingt der Gläubige im Psalm 27:

Dein Angesicht, Herr, will ich suchen (Ps 27, 8b).

Für viele glaubende Menschen,

ist ganzes, wirkliches Leben erst da,

wo sich das Angesicht Gottes finden,

Gott begegnen.

Dieses Leben im Kontakt mit Gott nennt Jesus „ewiges Leben“.

Jesus sagt:

Das ist das ewige Leben,

dich, den einzigen wahren Gott zu erkennen,

und Jesus Christus, den du gesandt hast (Joh 17,3).

Das wahre Leben,

das ewige Leben beginnt da,

wo der Mensch Gott erkennt.

Das heißt, wo der Mensch Gott findet,

wo der Menschen Gott begegnet.

Jesus fügt noch hinzu:

Das ist das ewige Leben,

Jesus Christus zu erkennen, den du gesandt hast.

Zum Leben mit Gott,

gehört auch dazu,

dass der Mensch Jesus Christus erkennt,

das heißt ihn findet,

mit Jesus Gemeinschaft hat.

Das behauptet Jesus,

der Jesus betont:

dass er selbst den Menschen von Gott gegeben ist,

damit er ihnen ewiges Leben schenkt.

Das heißt,

den Zugang zum ewigen Leben,

zum Leben mit Gott,

den findet der Menschen,

weil Christus ihn dazu hilft.

Deshalb betont Jesus in einem Gebet:

Denn du Vater

hast dem Sohn die Macht über alle Menschen gegeben,

damit er allen,

die du ihm gegeben hast,

ewiges Leben schenkt (vgl. Joh 17,2).

Mit anderen Worte:

Jesus hat das Potential,

dem Menschen das ganze, das wahre Leben zu geben,

das ewige Leben,

leben mit Gott.

Leben in Gemeinschaft mit Gott,

ist mehr als bloß sich auf Gegenstände und Menschen verlassen.

Diese Leben mit Gott,

kann dem Menschen niemand nehmen,

auch kein Tornado.

Mit Gott leben,

wirklich ganz leben,

heißt bewusst den Kontakt mit Gott suchen.

Deshalb haben sich die ersten Christen,

die Apostel zusammen mit den Frauen und mit der Mutter Jesus,

gleich zu intensivem Gebet versammelt.

Das war das Erste was sie taten,

nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren war,

so berichtet die Apostelgeschichte.

Gemeinsam beten,

heißt gemeinsam eintreten in das wirkliche ganze Leben,

in das Leben mit Gott, in das ewige Leben.

Deshalb waren die großen Heiligen auch immer Menschen,

die viel gebetet haben.

Von Klara von Assisi wird berichtet:

„Ständig beschäftigte ihre Seele sich mit heiligen Gebeten

und göttlichen Lobpreisungen“ LebKl 19.

In Gemeinschaft und allein hat Klara viel gebetet.

Sie hat in diesem Leben schon ganzes ewiges Leben gelebt,

Leben mit Gott.

Bitten wir Jesus,

dass er uns das wirkliche ganze Leben schenkt,

Leben mit Gott,

das uns niemand nehmen kann,

auch kein Tornado.

Denn Jesus sagt:

Denn du Vater

hast dem Sohn die Macht über alle Menschen gegeben,

damit er allen,

die du ihm gegeben hast,

ewiges Leben schenkt (vgl. Joh 17,2).