Misere Migration

Afrikaner flüchten nach Europa. Denn in ihrer Heimat finden sie keine Zukunftsperspektive. Leider sterben viele auf der Flucht. Sie wollen weg aus Afrika. Für mich ist es klar: die wichtigste Hilfe für Migranten ist, dass wir ihnen helfen, in ihrer eigenen Heimat Zukunft finden. Ich bin nach Afrika gekommen, um ein ganz besonders Projekt der Hilfe kennen zu lernen: „Vision for Afrika“. Ich habe die Gründerin dieses großen Unternehmens bei mir, Maria Prean aus Tirol. Grüße dich Maria. Video, Audio

Br. Rene:

Liebe Maria, erst mit 60 Jahren hast du Tirol verlassen, um dein Werk hier in Afrika zu beginnen, warum hast du das gemacht?

 

Maria:

Eigentlich war das nicht meine Idee. Sondern, so um den 60sten Geburtstag herum haben mehrere Freunde immer wieder gesagt: > Jetzt musst du langsam abdanken und anderen Raum geben<. Ich habe mir gedacht: > Ja, ich habe keine Ahnung, dass ich jemandem einen Raum weg nehme<. Dann habe ich gesagt: >Ja, Herr was willst du<. Dann war ich bei einer ganz gesalbten Konferenz in Amerika und dann habe ich gesagt >Lord shall I retire – Herr soll ich in Pension gehen<. Dann habe ich ganz klar gehört: >No, Maria, refire – Nein, Maria, bekomme neues Feuer<. Dann habe ich gewusst, es ist was neues für mich da. Kurz danach haben sich dann so viele Ereignisse aneinander gereiht, und ich wusste, Gott will mich in Afrika. Es war für mich das Letzte, wo ich hin wollte. Denn ich habe mich sehr geschämt über die Schulden, die unsere Vorväter hier hinterlassen haben mit Kolonialismus und Sklaverei und auch sonst mit der Einstellung gegenüber Afrika. Dann habe ich gesagt: >Herr, überall hin kannst du mich schicken, zum Nordpol, aber bitte nicht nach Afrika<. Und er hat gesagt: >Ich schicke dich als Segen<. Auf das hin habe ich gesagt: >Ok Herr, als Segen gehe ich<. Ich hatte aber keine Ahnung, was er damit vorhatte. Und ich glaube das war gut, denn wenn er es mir gesagt hätte, dann wäre ich in den Busch nach Australien geflüchtet. Nie hätte ich geahnt, dass Gott mit schwachen Weibern so etwas umsetzen kann. Aber ich habe mir vorgenommen, und das ist auch im Wort Gottes, im Epheserbrief 2,10 steht, dass wir Gottes Werkzeug sind, um die Werke zu tun, die er jeden Tag vorbereitet hat. Dann habe ich gesagt: >Ok, Herr, ich gehe, aber du musst jetzt alles vorbereiten und mich Schritt für Schritt führen<. Dann habe ich jeden Tag nur gemacht, was er gesagt hat. Und das Ergebnis ist für mich überwältigend. Ich bin genauso schockiert mit Freude und Staunen wie jeder andere über das, was Gott tut, wenn wir uns ihm ganz hingeben. Ich habe gesagt: „Herr, du kannst mit mir machen was du willst, wie du willst, wann du willst, wo du willst. Du kannst mich auch auf Null reduzieren, was er gemacht hat. … [Fortsetzung folgt bald]

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Br. Rene:

Wie schauen deine Pläne für die nächste Zukunft aus.

 

 

Maria:

Wie gesagt, ich habe nur die Ziele die Gott hat. ….

 

Br. Rene:

Liebe Maria, danke für deine Zeit. Du stärkst mich im Glauben, dass es vor allem Jesus ist, der uns bewegt, damit wir uns mit voller Kraft einsetzen für das Wohl aller Menschen (Mt 5,17).