Weit wie der Horizont

horizont MundeWo ich wohne, in Telfs – mitten in den Bergen, da wird’s mir im manchmal etwas zu eng, dann muss ich rauf auf die Berge.  Video, Audio (bald veröffentlicht)

Ich genieße die Weite auf den Berggipfeln. Hunderte Kilometer sind es von einem Ende bis zum anderen Ende des Horizonts. Das ist ein Kontrast zu meinem Alltag, wo es manchmal recht eng zugeht. Wenn ich zum Beispiel immer nur engstirnig auf ein Problem konzentriert bin und nicht mehr den weiten Blick habe für Lösungsmöglichkeiten und andere positive Aspekte meines Alltags. Eng wird es in meinem Alltag zum Beispiel auch, wenn mit meinem Denken viel um einen eigenen Fehler, eine Schuld kreise und mir immer wieder Vorwürfe mache: „Hey, warum warst du so blöd, warum hast du da so unvernünftig gehandelt. Jetzt ist es zu spät“.

Ich kann los kommen von meiner beengten Konzentration auf eigene Schuld. Das geht zum Beispiel, wenn ich mich bemühe, meine Schuld wieder gut zu machen. Besonders befreiend finde ich es, dass ich glauben kann: Es gibt einen Gott, der mir hilft, wenn ich meine Schuld bereue. Ich glaube, dass Gott uns Jesus geschickt hat, der so mächtig ist, dass er die Sünden von uns ablösen kann. Er bringt meine Sünden so weit weg von mir, dass sie nicht mehr da ist. Mich bewegt deshalb dieser Psalm-Vers: „So weit wie der Sonnenaufgang entfernt ist vom Sonnenuntergang ist, so weit entfernt Gott die Schuld von uns“ (vgl. Ps 103,12).