Whatsapp im Bett

Schon halb zwölf. Ich sollte schlafen. Doch ich muss meiner Whatsapp-Gruppe unbedingt noch eine wichtige Nachricht schicken: „Ich habe heute zu Mittag Pizza-Margerita gegessen“. Eine erste Antwort aus der Gruppe kommt bald: „Wow, bei uns hat es nur aufgewärmtes Gulasch gegeben“, schreibt mir Lukas. Das muss ich meiner Whatsapp-Gruppe von der Bergwoche schreiben: „Hey Leute, bei Lukas hat es heute nur aufgewärmtes Gulasch gegeben“. Jetzt ist es aber Zeit, bald Mitternacht, ich muss Schluss machen.

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Whatsapp, Snapchat und andere Internetdienste verwenden viele, um sich mit anderen zu unterhalten. Ich finde es gut, dass die Elektronik uns Möglichkeiten bietet, mit einander verbunden zu bleiben. Einige sind zum Beispiel über Whatsapp-Gruppen bis spät in die Nacht mit ihren Freunden in Kontakt. Das möchte ich nicht tun. Denn ich brauch genügend Zeit zum Schlafen, damit ich Kraft habe für den nächsten Tag. Wenn einige bis spät in die Nacht anderen noch Nachrichten senden, das macht mir deutlich: Wir Menschen brauchen Beziehung zu anderen.

Verbundenheit ist für mich auch der Sinn des Weihnachtsfestes. Wir Christen feiern den Geburtstag Jesu zu Weihnachten. Jesus ist meines Erachtens wie eine App, die Gott uns vom Himmel schickt. Er ist die Plattform, auf der wir in direkte Beziehung mit Gott treten können. Die Gott-App Jesus kannst du allerdings nicht auf deinem Smartphone installieren. Diese App musst du in dein Denken und in dein Herz aufnehmen. Das kannst du auch am Weihnachtsfest tun, wenn du zum Beispiel betest: „Jesus, ich will erleben, dass du mich in Kontakt mit Gott bringst. Du darfst in mein Leben kommen, zeigt mir, dass du meine Gott-App bist“.