einmischen

Br. Rene Dorer vor dem Innsbrucker LandeskrankenhausIm Landeskrankenhaus Innsbruck sollte es bald eine Abteilung für Abtreibungen geben, so wünschen es sich einige Politiker. Wenn ich mir vorstelle, dass hier bald Ärzte Menschen im Mutterleib töten könnten, dann wird mir schlecht. Ich frage mich: Dürfen Politiker Ärzte beauftragen zu töten? Warum sollten dafür Steuergelder hergenommen werden?

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Ich kann verstehen, dass manche Frauen in Not geraten, weil sie ein Kind bekommen, das sie nicht wollen. Das kann besonders dann der Fall sein, wenn eine Frau, wegen einer Vergewaltigung schwanger geworden ist. Doch ist es eine Lösung, in solchen schwierigen Situationen Kinder einfach zu vernichten? Ich denke, wir – und besonders die Politik – sollten uns dafür einsetzen, dass solche Frauen Hilfe finden, damit sie ihr Kind zur Welt bringen können. Wenn eine Mutter ihr Kind nicht habe will, kann sie es immer noch zur Welt bringen und es für die Adoption frei geben.

Wenn wir Christen uns für den Schutz des Lebens äußern, wollen einige uns einen Maulkorb umlegen mit den Worten: „Misch dich da nicht ein. Die Kirche soll sich nicht in Politik einmischen“. Ich sage, wir Christen haben die Pflicht unser Wort zu erheben, besonders wenn es darum geht die Wehrlosesten unserer Gesellschaft zu verteidigen. Dazu gehören meine Erachtens besonders die Kinder im Mutterleib, egal ob sie einen Zentimeter oder 50 Zentimeter groß sind. Ich mische mich ein, und sage: niemals wehrlose Kinder töten an der Klinik von Innsbruck. Ich mische mich ein, weil mich diese Worte Jesu bewegen: „Wenn dein Bruder sündigt dann weise ihn zurecht, wenn er auf dich hört, hast du ihn gewonnen“ (vgl. Mt 18,15).

Worte zum 23. Sonntag im Jahreskreis 2014, Br. René Dorer ofm

Bibelstellen: Ez 33:7-9; Ps 95 (94), 1-9, Röm 13:6-10 ; Mt 18:15-20

weitere Quellen/Literatur:

http://tirol.orf.at/news/stories/2664607/

http://www.tt.com/home/8866509-91/scheuer-abtreibung-ist-unrecht.csp