wahl2013„Zuerst möchte ich mich mal bedanken bei den Wählerinnen und Wählern. Dass wir wieder an ersten Stellen sind war überhaupt keine Selbstverständlichkeit“, meinte der SPÖ Bundesvorsitzende Werner Faymann, bei einem Fernsehinterview nach der Nationalratswahl am vergangenen Sonntag. Er drückt für mich etwas aus, was wohl allen Politikern klar ist: Wir sind ganz abhängig vom Wohlwollen der Wähler. Das Volk hat die Macht in der Demokratie. Die Laune der Menge bestimmt das Werden und Vergehen der Politiker. Video, Audio 

Ich denke, Jesus könnte dazu Folgendes sagen: „Die Politiker sind ganz abhängig von der Wählergunst. Ähnlich ist es mit euch Menschen. Ihr seid absolut angewiesen auf die Wahl Gottes. Nur weil Gott es will, gibt es das Universum. Nur weil Gott euch erwählt hat zu existieren, seid ihr“. Davon bin auch ich überzeugt. Deshalb sage ich: „Dass es mich gibt ist nicht selbstverständlich. Deshalb möchte ich mich zuerst bei Gott bedanken. Dann will ich als Dank auch sein Gebot der Liebe zu leben versuchen“. Und wenn ich versucht habe, Gott auf diese Weise zu danken, dann brauch ich mir nichts darauf einbilden. Dann will ich mir sagen: „Ich habe nur das getan, was ich Gott zu mindestens schuldig bin“.

 

C 27. Sonntag im Jahreskreis, Homilie, Br. René Dorer

Bibelstellen: Hab 1,2-3; 2,2-4;  Ps 95 (94), 1-9; 2 Tim 1,6-8. 13-14 ; Lk 17,5-10

weitere Quellen/Literatur:

ORF, Zeit im Bild, 19.30, 29. 9. 2013